Freitag, 15 September 2017 00:00

Grösster Deutschschweizer Weinbaukanton zu Gast

Weine aus der Region Zürich - Nach einer Einführung und der Vorstellung der fünf Weinbaugebiete startet die Degustation im Restaurant Beau-Rivage in Thun. Die getroffene Auswahl an Weinen verschiedener Regionen und unterschiedlicher Betriebe ermöglichen interessante Vergleiche. Referent und Vorstandsmitglied Paul Furer gelingt es, die Vielseitigkeit des Weinbaukantons Zürich in mehrfacher Hinsicht aufzuzeigen und Weinfreundinnen, Weinfreunde und Gäste zu begeistern.

Die Rebfläche des Kantons Zürich umfasst rund 613 Hektaren und wird unterteilt in die fünf Anbauregionen Zürcher Weinland, Zürcher Unterland, Winterthurer Weinland, Limmattal und Zürichsee, wozu auch der Stadtzürcher Höngger Rebberg zählt. Hauptrebsorten sind der Pinot Noir und der Riesling-Silvaner. Die Anzahl angebauter Sorten ist aber gross und es werden auch zahlreiche Spezialitäten hergestellt. Eine eigentliche Zürcher Besonderheit ist der Räuschling. Weltweit sind nur zirka 25 Hektaren mit dieser Sorte bestockt, 18 davon stehen im Kanton Zürich. In der ersten Weissweinserie können zwei reinsortige Räuschlinge miteinander verglichen werden. Der erste stammt  vom Familienbetrieb Haug aus dem Limmattal, der Jahrgang 2015 gewann beim Grand Prix du Vin Suisse die Goldauszeichnung. Diesem wird der R3 gegenübergestellt. Drei Winzer vom rechten Zürichseeufer haben aus sorgfältig selektioniertem Traubengut diesen Wein gekeltert. Die Reben wachsen zudem auf unterschiedlichen Böden, das Motto lautet deshalb „3 Winzer, 3 Böden, 1 Rebsorte, 1 Wein.“ Dieser besondere Räuschling wird sehr gut aufgenommen, aber auch der Vertreter aus dem Limmattal findet seine Anhänger. Der Kerner des Stadtzürcher Traditionsunternehmens Landolt und ein nach den sehr strengen Demeter-Richtlinien hergestellter Solaris aus dem Zürcher Weinland überzeugen vor allem auch durch ihre Aromatik.


Auch die präsentierten Rotweine sind von hoher Qualität und sorgen für Spannung. Beim Vergleich dreier Blauburgunder aus drei verschiedenen Regionen ist der für den Grand Prix du Vin Suisse nominierte Pinot Noir von Nadine Saxer aus dem Winterthurer Weinland für viele der Favorit. Der Beatus aus dem Zürcher Weinland ist ein Produkt engagierter Hobbywinzer. Für den ebenfalls fassgereiften Pinot Noir vom Stadtberg Eglisau werden Trauben bester Lagen und von alten Rebstöcken vergoren. Nach zwei Vertretern aus Stammheim geniessen wir den Süsswein Vintage Pinot Noir vom Höngger Berg. Begleitet wird unsere Degustation von einem vorzüglichen Dreigangmenu aus der Küche des Restaurants Beau-Rivage.                                                                                                                               Weine aus den 5 verschiedenen Anbauregionen


Mit der engagierten Präsentation und der umsichtigen Wahl der Weine hat Paul Furer die Vielfalt des Weinbaukantons Zürich aufgezeigt und uns einen abwechslungsreichen und rundum gelungenen Abend beschert.


Die degustierten Weine:                                                                                                                             

Schaumwein Pinot Noir 2016, Ueli Kilchsperger, Flaach                                                                                                             
Riesling-Silvaner 2016, Uhwieser Lindetröpfli, Sonja und Daniel Witzig, Uhwiesen
Räuschling 2015, Weingut Haug, Weiningen (Limmattal)
R3 Räuschling 2016, AOC Zürichsee, Lüthi Weinbau (Männedorf), Schwarzenbach Weinbau (Meilen),                               Weingut Rütihof (Uerikon)
Kerner 2016, Landolt Weine, Zürich
Solaris Demeter 2015, Weinberg im Chorb, Rheinau, Staatskellerei Zürich                                                                                Ursula Locher präsentiert das neue Vereins-Shirt
Pinot Noir Classic 2015, Nadine Saxer, Neftenbach (Winterthurer Weinland)
Beatus Pinot Noir 2010, Appellation Aebi, Alten (Zürcher Weinland)
Pinot Noir 2015, Stadtberg Eglisau, Weingut Pircher, Eglisau (Zürcher Unterland)
Stammheimer Assemblage 2015, Marlis und Hans Giesti, Oberstammheim
Stammheimer Stamarone 2016, Käthi und Ruedi Frei, Unterstammheim
Vintage Pinot Noir 2002, Höngg AOC, Zürich, Zweifel Vinarium

                 

 



 


                                                                                                                                                                            

 


 

 
           

 

 

 

                                                                                                                                                                                                                                                                       

 

 

 

 


                                                                                                                       

 

 

                                                                                                                                                                                                                               


 

 

 

 




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